Geschichte von Kinky
eine (teilweise) wahre Geschichte

(Vorschau - Bilder nur im geschützten Bereich)

Ein anderes Leben

Was für ein herrlicher Tag ! Ich liege noch im Bett, bin eben erst aufgewacht und ich öffne meine Augen - Mist, daß ich heute ins Büro muß. Ein Griff zur Seite. Ja Rainer ist noch da. Von der kurzen Berührung knurrt er und dreht sich zur Seite weg.
Die Sonne scheint aus allen Knopflöchern und es geht mir gut. Ich bin Kinky, jedenfalls werde ich von meinen Freunden so genannt und wer mehr über mich wissen will liest einfach meine Geschichte die ich selber nie für möglich gehalten hätte.

Wir hatten auch schon mal bessere Zeiten denke ich. Da war morgens sofort was los. In Stimmung waren wir eigentlich immer, na ja. Wenn man acht Jahre aufeinanderhockt stumpft alles ab. 21 Jahre war ich, und er 23, als wir uns kennenlernten. Bis zum ersten Mal hat es über sechs Monate gedauert. Er hat gebaggert, was das Zeug hielt. Was war ich ängstlich. Mein ganzes Leben war ich ängstlich, grundlos wie sich stets herausstellte.
Zehn Wochen ist es jetzt her, daß ich plötzlich merkwürdige Post erhielt. Inzwischen finde ich die Angelegenheit nicht mehr so merkwürdig, eher total irre. Erst dachte ich, da erlaubt sich einer einen Scherz mit Dir! Ich erhielt einen Brief von Herrn Dr. Gregor Leitz - kenne ich nicht! Kein Arzt, ein Jurist wie sich herausstellte. Keine Erbschaft aus Amerika, die ihren Erben sucht, nein auch nicht.

Ein ... Liebesbrief ! Jedenfalls kann man ihn so bezeichnen.
"Ich habe Sie nur einmal flüchtig gesehen. Hunderte roter Lampen gingen in mir an. Sie stiegen in Ihren Golf. Ich stand da, wie angewurzelt, wollte losrennen, war gelähmt. Wünschte Ihrem Motor noch schnell das allerschlechteste, doch dann fuhren Sie auch schon los. Geistesgegenwärtig kam mein Überlebenstrieb plötzlich wieder durch. Ich notierte Ihre Autonummer. Haben Sie schon einmal versucht, die Adresse eines Autobesitzers herauszubekommen? Der Datenschutz in Deutschland ist schon gut organisiert, wenn man lebensnotwendige Informationen benötigt." Undsoweiter undsoweiter.

Ein Spinner dachte ich, und antworten sollte ich ihm natürlich auch noch. Wo kämen wir da hin, wenn ich jeden Interessenten erhören würde. Es ist schon nicht leicht, begehrt zu sein wenn man hübsch und attraktiv ist. Das hört sich jetzt sicher komisch an, wenn ich das von mir selbst behaupte. Tu ich aber gar nicht. Nicht ich behaupte das, sondern all die Männer um mich herum. In der Firma sehe ich mich laufend neuen Anmachen ausgesetzt. Die Kollegen, ob verheiratet oder nicht sind manchmal schon recht lästig - nur unser Geschäftsführer macht da eine Ausnahme. Er ist sehr höflich und bestimmt, aber trotzdem ein sympathischer Typ.
Es tut andererseits aber auch gut, täglich zu erfahren, wie begehrt man ist. Nur Rainer begehrt mich anscheinend nicht mehr. Ich bin sehr traurig darüber. Dabei hatte ich gedacht, wir wären die Partner fürs Leben. Wenn ich ganz ehrlich bin, hat auch Rainers Anziehungskraft auf mich stark eingebüßt.

Tagelang kam mir der Brief immer und immer wieder in den Sinn. Ich habe ihn in der Zeit bestimmt zehnmal gelesen. Nach genau acht Tagen war ich gar. Rainer war bei seinen Jungs und ich saß da und wollte antworten. Ja, wie fängt man da an? Also erstmal, daß er mir nicht wieder schreiben soll. Und daß es keinen Sinn hat, weil ich quasi gebunden bin. Den Brief hatte ich dann fertig und im Briefumschlag. Beim abreißen der Briefmarke habe ich - gottlob noch vorm Aufkleben - den Brief samt verschlossenem Umschlag zerrissen und einen neuen angefangen. Plötzlich liefen mir die Worte nur so aus der Feder. Ich konnte gar nicht so schnell schreiben, wie sie liefen. Er soll mir doch bitte nicht wieder an diese Adresse schreiben. Es wär mir lieber, ich holte seinen Antwortbrief bei meiner Freundin ab. Er schrieb an meine Freundin - an mich meine ich natürlich. Ich schrieb und er schrieb und ich schrieb und ......

Was dabei rausgekommen ist? Ich glaube ich bin verknallt, obwohl ich ihm persönlich noch nie begegnet bin. Er ist nämlich für ein halbes Jahr im Ausland. Er ist eigentlich immer im Ausland. So weit weg, daß man das heulen kriegt: Australien. Bis er mal wieder hier ist, müssen wir uns schreiben. Ich freue mich schon riesig auf die Begegnung, habe Schmetterlingsgefühle.
Zwischen den Zeilen kann man lesen, daß er stinkreich sein muß. Er arbeitet nicht bei irgendeiner Firma, sondern er ist eine Firma - mit 780 Angestellten! Hat eine riesige Segelyacht und vier Ferienhäuser über die ganze Welt verteilt (wahrscheinlich luxuriös bis zum abwinken).

Wenn ich mir überlege, daß es passieren könnte, daß dieser Mann mich heiratet - naja, wolln erst mal sehn wie er sich in Natura so macht - habe ich gedacht. Gedacht!

Mit Natura dauert es schon noch vier Monate. Im Verlauf der letzten beiden Briefe von ihm ging es schon ganz schön ins Eingemachte. Er hatte mir - mit Vorwarnung versteht sich und mit meiner Einwilligung - seine intimen Neigungen offenbart. Bin doch auch darauf neugierig, was da so zum Vorschein kommt. Wenn er mal heiratet, und der Sinn steht ihm zur Zeit offenbar danach, möchte er eine Gemahlin - welch schönes Wort - finden, die sexuellen Gehorsam übt ! AHA, da haben wir also den Haken an der Sache. Wäre ja auch zu schön gewesen -. "Das nennt man devot" schreibt er noch dazu, als ob man das nicht wüßte. Und ich sollte doch auch eventuell meine Neigungen mal nennen. Nun habe ich aber keine speziellen Neigungen, wenn es nur ordentlich im Bauch kribbelt dabei. So hab ich es ihm dann auch mitgeteilt.

Im nächsten Brief berichtete er von einem Bekannten hier in Hamburg, der eine "Torturkammer" unterhält. Ja, genau das hat mir noch gefehlt. Er würde so gern und so schnell als möglich erfahren, wie sehr ich seinen Vorstellungen wohl entspreche. Also da hört sich doch alles auf. Da gibt dieser Mann mir sogar noch die Telefon-Nummer von diesem Verbrecher und bittet mich, mich mit dem in Verbindung zu setzen. Ich solle diesem Menschen doch einfach den Sachverhalt schildern und versuchen, bei ihm Erfahrungen zu sammeln.

"Den kannst Du abhaken" habe ich mir sofort gesagt. Oh, was war mir das eklig auch nur daran zu denken! Soll ich mich etwa auspeitschen lassen? Mit Daumenschrauben an den Fingern übers ganze Haus schreien? Und er wird mich dann ausliefern an unkontrollierbare Idioten? Unvorstellbar. Nein! Nicht mit mir! Muß ein bißchen Glück, das sich doch jeder im Leben wünscht, immer durchkreuzt werden mit so unmöglichen Situationen?

Wieviel war ein in Aussicht gestelltes finanziell sorgenfreies Leben wirklich wert? Was ist eine Beziehung zu einem Mann wert? Ist es das wert, daß man sich sexuell so erniedrigt? Was haben die Menschen, die sich anderen sexuell total ausliefern von ihrem Verhalten? Können die glücklich sein? Es gibt offenbar eine ganze Reihe menschliche Kreaturen, die darauf stehen ausgepeitscht den Tag zu beginnen. Sind die glücklicher - ausgepeitscht?

Meine Freundin hat erst nur gelacht, dann ein sehr nachdenkliches Gesicht gemacht."Weißt Du was, Sonja" sagte sie "ich habe noch mit niemandem darüber gesprochen: Ich hatte schon mal selbst Vorstellungen dieser Art. Nicht Schmerzen erleiden zu müssen, sondern so mit gefesselt sein und so, aber das sind doch nur Gedanken. Man malt sich dann Situationen immer feiner aus. Man begegnet bestimmten Menschen. Meist natürlich Bekannten - was ja nicht sein kann, weil die Bekannten mit Sicherheit nicht darauf stehen, sich in einem Torturkeller oder überhaupt auf diese Weise mit Dir abzugeben. Das sind Phantasien. Phantasien sind erlaubt, meist unschädlich und haben mit der Realität nur das Thema gemeinsam, nicht aber die Empfindungen. Die Empfindungen, die ich in der Phantasie habe, werden sich in der Realität niemals einstellen. Darum habe ich mir auch gesagt: Vergiß es."

Meine Freundin hatte solche Phantasien? Die hatte ich nie. "Meinst Du denn ich sollte da hingehen?" fragte ich sie spontan. "Weiß ich nicht" war ihre Antwort. "Mich würde schon interessieren, das mal zu besichtigen. Völlig unverbindlich - versteht sich!" ergänzte sie.

"Würdest Du mitkommen und wir sehen uns die Schose mal zusammen an? Nur Gucken. Angucken kostet ja nichts." Karin war meiner Meinung: "Ruf den Typen mal an, wollen mal sehen was der für'n Eindruck macht." Gesagt getan. Der Typ war sehr nett am Telefon. Total cool und locker. Wir verabredeten für Samstag Vormittag ein informatives Gespräch und eine Besichtigung besagter Kammer.

Aus Gründen des Jugendschutzes
geht es nur nach einer Alterskontrolle weiter ......







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